01 Jun

Schlossgrabenfest nicht mehr kostenlos?

Am Donnerstag kam man zu Lou Bega nur noch nach Erwerb eines Souvenirbechers auf das Festivalgelände. An den Eingängen wurde der Einlass Besuchern ohne Souvenirbecher verwehrt. Die Veranstalter schreiben auf Ihrer Homepage, dass man mit dem Kauf eines Souvenirbechers bis zum Einlassstopp einen bevorzugten Einlass genießt. Faktisch war es aber am Donnerstag so, dass sich der Einlass ohne Becher nicht nur verzögerte, sondern bis in die späten Abendstunden gar nicht mehr möglich war. Für Inhaber eines Bechers war der Einlass problemlos möglich.

Auf diese Weise scheinen die Veranstalter Eintritt durch die Hintertür einzuführen. Somit ist der Kulturbeitrag nicht länger eine freiwillige Leistung, wenn man das Schlossgrabenfest besuchen möchte. Die Becher werden an Kassenhäuschen am Weißen Turm, an der Landgraf-Georg-Straße, an der Alexanderstraße und am Herrengarten verkauft. Becher sind zusätzlich im Vorverkauf bei Saturn erhältlich. Am Eingang muss jede Person einen eigenen Becher vorweisen. Auch Pärchen, die aus einem Becher trinken, brauchen zwei.

Die positive Seite ist, dass innerhalb des Festivalgeländes im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich weniger Gedränge herrscht. Die Wege zwischen den Bühnen lassen sich ohne viel Geschubse zurücklegen. Offenbar wird der Einlass früher reduziert als bisher. Viele Menschen schreckte dieses Vorgehen ab und ließen sich lieber im Herrengarten nieder. Durch die strikteren Einlassregeln werden vor allem Menschen vom Besuch abgehalten, die das Fest nicht wegen einer bestimmten Band besuchen, sondern sich von den unterschiedlichen Musikrichtung inspirieren lassen wollen. Die AudioMax-Redaktion meint, dass dadurch der Charme des Festivals verloren geht.